Monday, September 25, 2017

Der Weidener

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NOC – das Fondara „NordOberpfalzCenter“

Posted by Luise On Dezember 2, 2016 Kommentare deaktiviert für NOC – das Fondara „NordOberpfalzCenter“

 

Am Donnerstag, den 1.12.16 wurden einige Zahlen zu Fondaras neu entstehender Shoppingmall in Weiden veröffentlicht.

Nachfolgend einige Daten, Vergleiche  und Rechenspielchen zu den veröffentlichten Angaben:

„Durch Schwerlastverkehr seien 4.400 LKW-Ladungen Abbruchmaterial angefallen.“

 Das sagt nicht viel, denn es gibt LKWs mit sehr unterschiedlicher Nutzlast.

  • Geht man von einem 40t-Sattelzug, oder Volumenzug aus, dann ist hier eine Nutzlast von 25 t pro LKW anzunehmen.

Das ergäbe bei 4.400 LKW-Ladungen 110.000 t Abbruchmaterial.

  • Geht man von einem 12t-LKW aus, so wie der Abbruch von der Fa. Hierold abtransportiert wurde, dann ist hier mit einer Nutzlast von nur 6t zu rechen.

Das ergäben dann bei 4.400 LKW-Ladungen  26.400t Abbruchmaterial.

Die Differenz kann also sehr groß sein. Fondara hat sich nicht festlegen, aber mit der Aussage von 4.400 LKW-Ladungen Abbruchmaterial, schon einmal Eindruck schinden wollen.

Sei es wie es will, entscheidend dürfte sein, wohin der Abbruch gebracht, bzw. ob und wie er recycled worden ist.

„Via Eisenbahn sollen 580 Waggons Aushub befördert worden sein, was einer Zugreihe von 9,3 km Länge gleich käme.“

 Das sagt leider auch nicht viel:

Die Länge der Waggonreihe ist abhängig von der Achsenzahl der Wagen und damit von deren Radsätzen.

Die Länge eines Waggons variiert bei geschlossenen Waggons zwischen 2 und mehr als 6 Radsätzen, also zwischen 12 – 18 m Nutz-Länge für einen Waggon.

Bei der behaupteten Zuglänge von 9,3 km und 580 Waggons ist man offensichtlich von 16m Länge (9.3 km : 580 Waggons) ausgegangen, was einer Nutzlast von max. 50t pro Waggon entspricht.

Das ergäbe eine Aushubmenge von 29.000t Erde.

 

Umrechnungsfaktoren:

Aushub hat im Durchschnitt eine Dichte von 1,8 to pro m³ bzw. 0,56 m³ pro to (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

Bei 29,000 t Erdaushub, sollen 16.111 m³ Untergrundböden (29.000t : 1.8 t) unter den  Kellern, ausgebaggert worden sein?

Das ergibt das Volumen von 10 Einfamilienhäusern mit Kellern?

Wohin wurde diese Menge Erdaushub verbracht?

 

Bei den bisherigen Baustellenaktivitäten und den LKW-Bewegungen, über einen so langen Zeitraum, sind die Bewohnern der Sedan-, Ring-, Wolfram- und Luitpoldstrasse sehr zu bedauern – und eigentlich hat es mit den Belastungen der Gebäude-Errichtung erst begonnen.

 

Es wurden noch weitere Daten von Fondara genannt,  deren Zahlen durch bildliche Vergleiche anschaulich gemacht sind und für Aufsehen sorgen sollen.

„70.000 kW/h Strom werden mit 268 Modulen erzeugt!“

„20 Familienhäuser haben diesen Bedarf.“

(wozu der Stromverbrauch? Für die Errichtung der Gebäude, oder den späteren Betrieb der Shopping-Mall?)

 

„10 km – Autoreihe ist/entspricht 28.000 Tonnen Stahl!“

(Ist das der Stahl der verbaut werden soll, oder jener, der in der 10-km langen Autoreihe steckt?)

„An Wasser wurden ausgepumpt 310.000!“

(Geht es hier um Liter, Hektoliter oder Kubikmeter?)

„Investitionssumme 100 Millionen.“

(Wahrscheinlich sind EURO gemeint, genau weiß man das nicht. Könnten auch Dollar, brit. Pfund oder sonstige Währungen sein? )

„Verkaufsfläche: 14.000 m² – 50% bereits vermietet.“

Der Bauherr schweigt sich bisher darüber aus, welche Ladengeschäfte er an wen vermietet hat.

Besonders Ankermieter dürften aber für neue Ladenmieter wichtig sein, um ihre Geschäftschancen über einen längeren Pachtzeitraum kalkulieren zu können.

Aus zuverlässiger Quelle sei verlautet woden, dass Fondara die Vergabe/Vermarktung der Flächen der METRO Group überlassen habe.

Das wären dann 7.000 m² Landflächen in der Shopping-Mall?

Die METRO ist ein multi-geschäftlich tätiger Konzern, welcher z.B.

  • Real SB-Warenhäuser (Vollsortimenter)
  • Media Markt (Elektro-Handelskette)
  • Saturn (Elektro-Handelskette)
  • Cash – Carry (Großhandel)
  • Kaufhof (bis 2015)

betreibt.

Vielleicht ist nun dieses lange hinterfragte Geheimnis der Verpachtung von Ladenflächen in der Shoppingmall (NOC),  zumindest was diese 50% betrifft, damit gelöst?

Sollte dies so vorgesehen sein, werden wohl die zu erzielenden Mieteinnahmen der Weiden Mohrenstraßen GmbH & Co.KG, eine Amortisation der Herstellungskosten von 100 Millionen (€?) für Humpelmaier und Schuhmacher zu Lebzeiten nicht mehr ermöglichen?

…..und wenn die METRO irgendwann aussteigt, wie damals beim Hertie,

dürfte die Situation in WEN noch schlimmer sein, denn die Immobilie Hertie war beim Verkauf abbezahlt!

Luise Nomayo

 

 

 

 

 

 

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